Vortrag von Markus Treichler

Depression, Burnout: Was kann ich als Angehöriger tun?

Depression: Die wichtigsten Tipps für Angehörige

Das Vortrag mit Markus Treichler am 07.11.18 hat viele Menschen ins Gemeindehaus gelockt. Depression ist eine schwerwiegende, ernstzunehmende Krankheit, die viel zu häufig unterschätzt wird. Ca. 15 % der Deutschen leiden unter einer behandlungsbedürftigen Depression, das sind ca. 12 Millionen Menschen. 

Eine Depression kann aber auch plötzlich von einem Tag auf den anderen auftauchen. Der Depressive erlebt ein Gefühl von Traurigkeit und einer Schwere, die sich auf seinen Geist, seine Seele und seinen Körper legt. Anzeichen für eine Depression sind: Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit, Niedergeschlagenheit, Schwermütigkeit, Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, lebensmüde Stimmung, Rückzug aus Beziehungen, Versagensängste, Minderwertigkeitsgefühl, Entscheidungsunfähigkeit und ggf. Angstzustände.

Der wichtigste Tipp für Angehörige ist, dass sie die depressive Erkrankung akzeptieren, auch wenn es keinen sichtbaren Grund dafür gibt. Ihre Akzeptanz hilft auch dem Betroffenen.

Die wichtigsten Tipps für Angehörige sind:

  1. Nehmen Sie den depressiven Menschen, wie er ist. Er wäre selbst gern anders, wenn er könnte. 
  2. Versuchen Sie zu verstehen, dass es eine Lähmung des Willens gibt, wie es auch eine Arm- oder Beinlähmung gibt.
  3. Sprechen Sie über seine Gefühle, Erlebnisse, Schmerzen. Nehmen Sie seine Depression und ggf. seine Angst ernst.
  4. Seien Sie feinfühlig, aber ehrlich. 
  5. Menschen mit Depressionen brauchen vor allem emotionalen Beistand, Präsenz und Mitgefühl, aber kein Mitleid. Vermeiden Sie unbedingt Vorwürfe und Ratschläge. 
  6. Machen Sie immer wieder Angebote wie z.B. „Möchtest Du mit Spazieren gehen?“
  7. Menschen in Depression brauchen die Anwesenheit eines liebevollen Menschen und freilassende Zuwendung. 

Mehr Tipps im Buch: "Wenn die Seele Trauer trägt ..." von Marks Treichler